Märitsuppe
1 Zwiebel fein hacken und in 1 EL Butter andünsten. 200 g Lauch längs halbieren, dann in 1 cm grosse Quadrate schneiden und beigeben. 200 g Kartoffeln, 100 g Rüebli und 100 g Pfälzerrüebli (alternativ Kohlrabi, Pastinaken oder anderes Wurzelgemüse) schälen und 1 cm gross würfeln. Das Gemüse mitdünsten, dann mit 5 dl Gemüsebouillon ablöschen und 5 dl Milch dazugiessen. Die Suppe 20–25 Min. garen, bis das Gemüse weich ist. 80 g tiefgekühlten gehackten Spinat auftauen und in die Suppe geben – tiefgefrorener Spinat lässt sich in dieser Menge gut portionieren. Noch 5 Min. köcheln lassen. 150 g geriebenen Gruyère einrühren und schmelzen lassen, dann 1 dl Rahm dazugiessen. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken und sofort servieren. Quelle: Das Bern-Kochbuch von Camilla Landbø und Claudia Salzmann, Swissmilk
Supplement: Fast ein Jahr lang haben die Journalistinnen Camilla Landbø und Claudia Salzmann Köchinnen, Bäcker und Gelatieri im Kanton Bern besucht. Das Ergebnis ihrer kulinarischen Spurensuche ist das neue «Bern-Kochbuch», in dem die beiden lokale Spezialitäten sowie ausgewählte Cafés und Restaurants vorstellen. Zwar werden viele Spezialitäten nur kurz angerissen, und mitunter fehlen Hinweise, wo die vorgestellten Produkte erhältlich sind – dennoch gelingt dem Buch ein facettenreicher Blick auf die kulinarische Landschaft des Kantons.
Vieles, was wir als selbstverständlich bernisch empfinden, hat überraschende Ursprünge. «Ich habe erfahren, dass es das ‹Berner Brot› eigentlich gar nicht gibt. Dafür wurde die Zopf-Technik im Kanton Bern erfunden», erzählt Claudia Salzmann im Falstaff-Interview. Auch die Schokolade hat bernische Wurzeln: «Die Schoggi, wie wir sie heute weltweit kennen, entstand in der Berner Altstadt unten an der Aare», ergänzt Camilla Landbø.
Tradition mit persönlicher Note und moderner Handschrift – diesem Prinzip folgen auch die Rezepte im Buch. «Was mich am Buch gereizt hat, ist die Recherche nach alten Berner Rezepten, die die Köche modern interpretiert haben», erklärt Claudia Salzmann im Interview bei persoenlich.com. Ein schönes Beispiel ist die Schwarzenburger Märitsuppe aus dem Restaurant Bären in Schwarzenburg: eine kräftige Gemüsesuppe aus regionalen Zutaten, die Appetit auf Berner Küche macht.
