Kürbis-Kichererbsensalat

800 g Hokkaido (alternativ Butternusskürbis) ungeschält in etwa 1,5 cm grosse Würfel schneiden und in einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl mischen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im Ofen bei 180 °C rund 30 Minuten rösten, bis der Kürbis weich und leicht gebräunt ist. Kürbiswürfel aus dem Backofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Derweil aus 4 EL Zitronensaft, 3 EL Tahina, 2 EL Wasser, 2 EL Olivenöl und 1/2 fein gehackten Knoblauchzehe ein Dressing rühren und mit Salz abschmecken. Die lauwarmen Kürbiswürfel mit 1 Dose abgespülten Kichererbsen (ca. 240 g), 1 gehackter kleiner roter Zwiebel und 1/2 Bund grob gehacktem Koriander oder glatter Petersilie mischen. Das Dressing darübergeben, alles vorsichtig vermischen und auf vier Tellern anrichten. Mit etwas Piment d’Espelette oder Paprika bestreuen. Quelle: smitten kitchen

 Supplement: Der «ausgewogene Teller» hat in der Schweiz ein neues Gesicht bekommen. Im Rahmen der aktualisierten Ernährungsempfehlungen von 2024 und der Ernährungsstrategie 2025-2032 hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) und Gesundheitsförderung Schweiz das bekannte Modell überarbeitet. Ziel ist es, die Schweizer Bevölkerung noch besser für eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu sensibilisieren.

Ganz neu ist die Idee des Tellermodells übrigens nicht. Sie entstand als praktische Reaktion auf die Ernährungspyramide des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) von 1992. Was damals als Orientierungshilfe gedacht war, erwies sich in der Praxis als wenig hilfreich: Die starren Portionsempfehlungen und Ebenen waren für viele Menschen schlicht zu abstrakt, um sie im Alltag umzusetzen.

Kritisiert wurde die USDA-Pyramide auch, weil sie stark getreidelastig war – nicht zuletzt wohl auch ein Spiegel damaliger agrarpolitischer Interessen. 2011 ersetzte das USDA die Pyramide durch das intuitivere Konzept des «MyPlate», das eine ausgewogene Mahlzeit als Teller darstellt. Dieses anschauliche Modell setzte sich international durch und inspirierte zahlreiche nationale Adaptionen.

Ob «MyPlate», Harvards «Healthy Eating Plate» oder das Schweizer Modell des «ausgewogenen Tellers»  – alle Varianten verfolgen dasselbe Ziel: Sie veranschaulichen, wie eine ausgewogene Mahlzeit zusammengesetzt ist. Gemüse und Früchte nehmen dabei den grössten Platz auf dem Teller ein, ergänzt durch Getreideprodukte und eine Proteinquelle.

Ganz ohne Kritik kommt das Tellermodell jedoch nicht aus. Bemängelt wird etwa die Unschärfe bei Portionsgrössen und der fehlende Bezug zu individuellen Bedürfnissen. Zudem entwickeln sich die wissenschaftlichen Grundlagen laufend weiter, was die Beständigkeit solcher Empfehlungen relativiert. Auch alternative Ernährungsformen – etwa vegetarische oder vegane – sowie spezielle Bedürfnisse bei Allergien oder Unverträglichkeiten werden nur teilweise berücksichtigt.

Trotz dieser Einschränkungen bleibt das Tellermodell eine praktische Orientierungshilfe im Ernährungsalltag. Es zeigt auf, wie sich eine Mahlzeit ideal zusammensetzt – etwa zwei Fünftel Gemüse und Früchte, zwei Fünftel Kohlenhydrate und ein Fünftel Proteine. Und wie so oft gilt: Es lohnt sich, hin und wieder über den Tellerrand zu schauen – und dabei den Genuss trotz aller Ausgewogenheit nicht aus den Augen zu verlieren.

Übrigens: Der Kürbis-Kichererbsensalat ist ein unkompliziertes und feines Beispiel für den «ausgewogenen Teller» in der Praxis. Gemüse, Proteine und – mit einem Stück Brot – auch die stärkehaltige Komponente sind ideal kombiniert.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) verfasst.

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