Rabarberbullar (Süsse Hefebrötchen mit Rhabarber)

Rabarberbullar Für den Rhabarberkompott 150 g Rhabarber in kleine Würfel schneiden, mit 3 EL Zucker mischen. Sobald der Rhabarber Saft gezogen hat, einige Minuten köcheln lassen. Erkalten lassen. Für die Bullar 320 g Mehl in eine Schüssel geben. 50 g Butter auf kleiner Stufe schmelzen. 50 g Zucker, 1/2 TL gemahlener Kardamom, 1 Prise Salz und 1.8 dl kalte Milch dazu geben. 10 g Hefe zerbröseln und in der Milchmischung auflösen. Mischung zum Mehl geben. Etwa 5 Min. zu einem geschmeidigen Teig kneten. Teig in die Schüssel zurückgeben. Mit Klarsichtfolie bedecken und 40 Min. aufgehen lassen. Teig in 10 Stücke teilen, zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. 100 g Mandelmasse in 10 Scheiben schneiden. In jede Kugel ein Loch drücken, 1 Scheibe Mandelmasse hinein drücken und 1 EL Rhabarberkompott in die Vertiefung geben, Rhabarberkompott mit etwas Zucker bestreuen. Buller zugedeckt noch einmal 25 Min. gehen lassen. Ränder mit einem verklopften Ei bestreichen und Bullar in der Mitte des vorgeheizten Ofens bei 220° C 12-15 Min. backen. Als Variante statt Rhabarberkompott 150 g frische Heidelbeeren verwenden. Quelle: Viveca Sten Schärensommer

Supplement: MandelmasseMandelmasse gibt es fertig zu kaufen. Sie ist aber kein Vergleich zum selbst gemachten Pendant: zu süss, zu homogen, zu kompakt und zu bitter ist das industriell gefertigte Produkt. Für 200 g selbstgemachte Mandelmasse 100 g Mandeln mit kochendem Wasser überbrühen. Nach 15 Min. lassen sich die Mandeln schälen. Mandeln trocknen lassen. Geschälte Mandeln mit je 50 g Kristall- und Puderzucker im Cutter fein mahlen. Mit etwas Eiweiss zur gewünschten Konsistenz zusammenfügen.

Fusilli mit Broccoli, Kohlrabi und Basilikum (One Pot Pasta)

Fusilli mit Broccoli, Kohlrabi und Basilikum1 Kohlrabi (oder besser zwei kleine feine) in Würfel schneiden. 350 g Broccoli – Röschen und Stengel – in mundgerechte Stücke schneiden. 8 dl Gemüsebouillon in einer grossen Pfanne aufkochen. Gemüse und 350 g Fusilli in die Bouillon geben. Aufkochen, zugedeckt unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Min. köcheln lassen (falls die Kochdauer der Pasta länger als 10 Min. dauert, zuerst die Pasta und entsprechend später das Gemüse beigeben). 70 g geriebener Parmesan und 1.5 dl Rahm daruntermischen, warm werden lassen. 1 Handvoll Basilikum grob zerpflücken und beigeben. Mit Salz und gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken. Auf 4 Teller verteilen, mit Parmesanspänen bestreuen. Quelle: Das Trüffelschwein

Supplement: Als die US-Fernsehköchin Martha Stewart im Juni 2013 ihr One Pan Pasta-Rezept veröffentlichte, hatte sie damit den Nerv der Zeit getroffen. Das Pastagericht, nur mit einer Pfanne zubereitet, wurde in der Folge reihum gereicht. Das Prinzip ist simpel: Pasta, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Basilikum werden zusammen mit wenig Wasser in eine Pfanne gegeben. Nach etwa 10 Minuten haben die Teigwaren die Flüssigkeit aufgesogen, fertig ist das Pastagericht. Das bestechend einfache Rezept ist zwar nicht das alleinig Glücklichmachende, ein feines schnelles Essen ist es allemal.

Lauwarmer Spargel-Kartoffelsalat an Haselnuss-Minzepesto

Spargel-Kartoffelsalat an Haselnuss-Minzpesto 300 g Frühkartoffeln in 1 cm dicke Scheiben schneiden, im Dämpfkörbchen weich dämpfen (12-15 Min.). 500 g grüner Spargel rüsten und in mundgerechte Stücke schneiden. Etwa 4 Min. vor Ende der Garzeit Spargelstücke zu den Kartoffeln geben und mitdämpfen. Derweil 30 g geröstete Haselnüsse und 3 EL grob gehackte Minze im Cutter fein hacken. Haselnuss-Minzemischung mit 4 EL Öl (z.B. Distelöl), 2 EL Zitronensaft, 1 gute Prise Salz und einige Umdrehungen schwarzem Pfeffer verrühren. Falls zu trocken etwas Kochflüssigkeit zugeben. Spargel- und Kartoffelstücke noch lauwarm sorgfältig mit der Haselnuss-Minzepesto mischen. Auf 4 Teller verteilen, mit einigen grob gehackten gerösteten Haselnüssen und Minzeblättchen bestreuen. Servieren. Quelle: Natalie Ward

Supplement: Haselnüsse rösten gelingt am einfachsten im Backofen. Die ganzen Haselnüsse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im vorgeheizten Ofen bei 180° C 8-10 Min. lang rösten (die Nüsse dürfen dabei nur leicht bräunen). Nachdem die Nüsse etwas abgekühlt sind, Haselnüsse zwischen den Händen reiben, bis sich möglichst alle Haselnusshäutchen lösen.

Erdbeer-Kokosküchlein

Erdbeer-Kokosmuffins100 g weiche Butter, 120 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker ca. 5 Min. schaumig rühren. 2 Eigelb beigeben. 1.5 dl Milch und 120 g Kokosraspel darunter rühren. 100 g Mehl und 2 TL Backpulver mischen und unter den Teig rühren. 2 Eiweiss steif schlagen und darunter heben. 6 Erdbeeren (150 g) in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. 12 schöne Scheiben zur Seite legen. Muffinblech mit 12 Papierförmchen bestücken. Teigmasse mit den Erdbeerscheiben auf die Papierförmchen verteilen. Die aufgesparten Erdbeerscheiben dekorativ auf den Küchlein verteilen (nicht eindrücken, sie sinken von selbst). In der Mitte des auf 180° C vorgeheizten Ofens ca. 25 Min. backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Mit Kokosraspeln bestreuen. Quelle: Saisonküche

Supplement: “Den grössten Erdbeerverbrauch in der Geschichte darf man wahrscheinlich Madame Tallien zuschreiben”, schrieb Waverley Root in seinem “Mundbuch”. Die schöne und einflussreiche Kurtisane gab “Erdbeersaft in ihr Badewasser […], um ihre Haut weich und geschmeidig zu erhalten. Elf Kilo Erdbeeren pro Vollbad wurden dafür benötigt.” Wie bescheiden nimmt sich da die halbe Erdbeere pro Küchlein aus, die dieses feine und etwas exotische Gebäck fruchtig ergänzt.

Spargelquiche mit Vacherin

Spargelquiche mit Vacherin 500 g grüner Spargel in 1 cm dicke Scheiben schneiden. 1/2 gehackte Zwiebel in 1 EL Butter andämpfen, Spargelscheiben dazugeben und 5 Min. dämpfen. Erkalten lassen. 100 g Freiburger Vacherin an der Röstiraffel grob raffeln. Vacherin mit 250 g Halbfettquark, 2 Eier, 1 Prise Muskat, 1 Prise Salz und einigen Umdrehungen schwarzem Pfeffer mischen. Ein Kuchenblech (28-30 cm ø) mit Kuchenteig belegen, mit einer Gabel mehrmals einstechen. 3/4 der Spargelscheiben auf dem Teig verteilen. Quarkguss über den Kuchen giessen. Restliche Spargeln darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° C ca. 35 Min. backen. Quelle: Betty Bossi

Supplement: Kuchenteig (geriebener Teig) ist einfach gemacht: 200 g Mehl mit 1/2 TL Salz und 100 g Butter krümelig reiben. 0.6 dl Wasser dazu geben und rasch zu einem Teig zusammenfügen. 30 Min. kühl stellen. Teig anschliessend zwischen 2 Backpapieren rund auswallen (reicht für ein Backblech von ca. 30 cm ø).

RüebliquicheNach demselben Rezept gelingt eine würzige Rüebliquiche. Dazu Spargeln durch Rüebli ersetzen. Statt Vacherin Greyerzer raffeln und die Quarkmasse mit einer Messerspitze Safran abschmecken.

Rhabarberglace

Rhabarberglace 600 g Rhabarber in Würfel schneiden. Mit 150 g Zucker zugedeckt auf kleiner Flamme ca. 20 Min. weichköcheln. Erkalten lassen. 4 EL Rhabarberkompott zur Seite stellen. Den Rest des Kompotts pürieren. Rhabarberpüree mit 200 g Joghurt mischen. Masse in der Glacemaschine fest werden lassen. Rhabarberkompott mit dem Teigschaber unter die fertige Glace ziehen.

Supplement: Diese cremige Glace besteht aus nur drei Zutaten. Meine Rezepte für Bananenglace mit Kardamon und die Sehr Schnelle Schoggicreme kommen mit ebensowenig Ingredienzen aus. Wer Gefallen an weiteren minimalistischen Drei-Zutaten-Rezepten findet, wird beispielsweise beim Unterhaltungsportal BuzzFeed fündig. Das Listicle 33 Genius Three-Ingredient Recipes stellt dreiunddreissig weitere auf’s Wesentliche reduzierte Rezepte vor. Wer bis Fünf zählen mag, findet hier und da unzählige Rezepte mit einer Handvoll Zutaten.

Miesmuscheln mit Gurke und Dill

Moules mit Gurken und Dill1 EL Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen. Je 1 fein gehackte Zwiebel und 1 Stange Sellerie dazu geben und 2 Min. anbraten. Einige Thymianzweiglein beifügen, kräftig salzen und pfeffern. 1 kg geputzte Miesmuscheln und 1.75 dl Weisswein hinzufügen. Umrühren. Deckel drauf und die Moules kochen lassen. Ab und zu an der Pfanne rütteln, damit die Muscheln gleichmässig gar werden. Wenn die Muscheln aufgegangen sind, sind sie gar. Muscheln vom Herd nehmen. Abkühlen lassen und aus der Schale lösen. Sud durch ein Sieb giessen und auffangen. Für den Salat 1/2 Gurke in 6 cm lange Stücke schneiden, halbieren und in Späne schneiden. 1/2 Schalotte in sehr feine Streifen schneiden. Gurkenspäne, Schalottenstreifen und die ausgelösten Miesmuscheln zusammen mit 1 Handvoll vom Stengel gezupftem Dill, 1 EL feine Kapern (können aber auch gut weggelassen werden), dem Saft 1/2 Zitrone, 4 EL Olivenöl und 4 EL Muschelsud sorgfältig mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Menge reicht als Vorspeise für 4 Personen, für eine kleine Mahlzeit die Menge verdoppeln. Quelle: Fergus Henderson Nose to Tail

Supplement: Der perfekte Exorzimus. So beschreibt Fergus Henderson, gelernter Architekt, Gründer des St. John Restaurant in London und Kochbuchautor die Wirkung ebendieses Gerichts. Vorgeführt hatte er es vor einem bescheidenen Publikum bestehend aus zwei alten Damen anlässlich einer Signierstunde in einem Einkaufszentrum in Cambridge. Seine Anhänger sind mittlerweile wesentlich zahlreicher, sein kulinarischer Ansatz begriffsbildend. Henderson verwendet Schlachttiere from nose to tail, da es dem Tier gegenüber unanständig wäre, es nicht von Kopf bis Fuss zu verwerten. Nose to Tail gilt inzwischen synonym für nachhaltige Küche. Das 1999 veröffentlichte Kochbuch Nose to tail Eating erlangte Kultstatus, der Observer zählte es zu den 50 besten Kochbücher aller Zeiten. Fergus Henderson beschreibt es dennoch schlicht als ein Buch über das Kochen und das Essen zu Hause. Es folgte ein zweiter Band, Beyond Nose To Tail. The Complete Nose To Tail erschien dann als Kombination beider Bücher. Im Herbst 2014 erschien das komplette Nose to Tail in deutscher Übersetzung im Echtzeit Verlag. Obwohl seine Bücher küchenphilosophisch Karriere gemacht haben, sind sie vor allem umsetzbare, anregende und bisweilen lässig geschriebene Anweisungen. Das Miesmuschelrezept etwa schliesst Fergus Henderson denn auch folgendermassen: Der Anblick der orangefarbenen Muscheln neben dem blassgrünen Gurkenfleisch ist äusserst wohltuend. Beim Anblick sollte es aber nicht bleiben, das Gericht ist nämlich äusserst wohlschmeckend.