Brunnenkressesalat mit Äpfeln und Kohlrabi an Sumach-Joghurtdressing

Brunnkressesalat mit Äpfeln und Kohlrabi an Sumach-JoghurtdressingAus 1 Becher Naturejoghurt (180 g), dem Saft und dem Abgeriebenen 1 Zitrone, 0.5 EL Sumach und 2 EL gehackter Minze einen Dressing mischen. Mit Salz und schwarzem Peffer abschmecken. 2 mittlere Kohlrabi schälen und in feine Stifte schneiden. 1 Apfel vierteln, entkernen und ebenfalls in feine Stifte schneiden. Kohlrabi- und Apfelstifte mit 100 g Brunnenkresse mit dem Sumach-Joghurtdressing in einer Salatschüssel behutsam – am besten mit den Händen – mischen und auf 4 Tellern anrichten. Mit je 1 kleinen Prise Sumach bestreuen. Quelle: Saveur

Supplement: Die gemahlenen roten Steinfrüchte der Sumachpflanze geben dem Joghurtdressing eine aparte, herbsäuerliche Note. Ein ebenso feiner und einfacher Salat mischt sich aus 2 mittleren Kohlrabi und 1 Apfel, beides in feine Spalten geschnitten. Kohlrabi- und Apfelspalten mit 2 EL Zitronensaft und 4 EL Olivenöl mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf 4 Tellern anrichten, 160 g Ziegenfrischkäse darüberbröckeln, mit 2 EL gehackter Minze (oder Zitronenmelisse) und einigen Prisen Sumach bestreut servieren.

Bärlauchsuppe mit cremigem Ziegenfrischkäse

Bärlauchsuppe mit Ziegenfrischkäse2 gehackte Frühlingszwiebeln in einem guten EL Butter andünsten. 150 g gewaschener, gehackter Bärlauch beifügen. Mit 1 dl Weisswein ablöschen. 250 g Kartoffelwürfelchen (mehligkochende Sorte) beifügen. 7 dl Gemüsebouillon dazu geben. Etwa 15 Min. köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind. Suppe pürieren und nach Belieben durch ein Sieb passieren. Allenfalls mit Wasser zur gewünschten Konsistenz verlängern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 100 g Ziegenfrischkäse (z.B. Chavroux) mit 1 dl Rahm verrühren. Suppe in 4 vorgewärmte Teller anrichten, je 1 guter Löffel Ziegenfrischkäserahm in die Suppe geben. Servieren.

Supplement: “Der jedes Frühjahr modischer werdende Wilde oder Waldknoblauch (allium ursinum) hat in lanzettlangen Blättern zwar knofeltolle Würze, aber keine, die Atem oder Haut anhängt.” Das weiss Udo Pini im Gourmet-Handbuch zu berichten. “Knofeltoll” gefällt mir. Wer Udo Pinis Einschätzung misstraut, kann Bärlauch ganz oder teilweise durch Spinat ersetzen.

Rhabarberchüechli

RhabarberchüechliFür den Rührteig 90 g weiche Butter, 90 g Puderzucker und das Mark einer halben Vanilleschote mit dem Mixer ca. 3 Min. rühren. 2 Eier nacheinander beifügen und weiterrühren, bis die Masse heller ist. 100 g Rhabarber und 50 g Marzipan klein würfeln und mit 1 EL Mehl bestäuben. Beides mit 100 g Mehl und 1 TL Backpulver mischen und zusammen mit 2 EL Rahm kurz unter die Masse rühren. Muffinblech mit 10 Papierförmchen bestücken. Teigmasse auf die Papierförmchen verteilen. In der Mitte des auf 180° C vorgeheizten Ofens ca. 25 Min. backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Quelle: Migros-Magazin

Supplement: Der erste hiesige Rhabarber macht eben doch schon einen Frühling. Die herbe Säure des stengligen Frühlingsgemüses passt wunderbar zum süssen Marzipan. Vanille als klassischer Rhabarberbegleiter passt immer, ein Teelöffel Rosenwasser stattdessen wäre eine liebliche Alternative.

Orangen mit Joghurt, Za’atar und gerösteten Pinienkernen

Orangen mit Joghurt, Za'atar und gerösteten Pinienkernen1 Tarocco-Orange schälen und filetieren. Orangenfilets auf einem Teller anrichten. 2 EL Labneh oder gekauftes Griechisches Joghurt dazugeben. Mit 0.5 TL Za’atar bestreuen, 1 EL Olivenöl darüber träufeln. 1 gehäufter EL geröstete Pinienkerne darüber geben. Servieren. Quelle: The First Mess

Supplement: Nach einem kurzen frühlingshaften Aufbäumen scheint der Winter wieder nah. Darum eine kleine kulinarisch-winterliche Reminiszenz, die dank fruchtiger Frische an den Frühling glauben lässt. Die Menge reicht für eine sehnsüchtige Esserin.

Za’atar kann als Fertigmischung im Coop gekauft werden. Selbermachen geht aber fast schneller als der Gang zum Detailhändler: 2 EL getrockneter Thymian, 1 EL Sumach, 1 EL geröstete Sesamsaat und 1 Prise Salz mischen. Folgendes Za’atar-Rezept verwendet statt des getrockneten im Handel erhältlichen 4 EL frischen Thymian der 10Min. bei 150° C im Ofen getrocknet und anschliessend zerkrümelt wird und ist deshalb noch etwas aromatischer.

Apfelchüechli

Apfelchüechli3-4 kleine säuerliche Äpfel (ca. 400 g) schälen, vierteln, entkernen und in Schnitze schneiden. Je 2 EL Zucker und Zitronensaft in einer kleinen Pfanne aufkochen. Apfelschnitze beigeben und kurz mitdämpfen. Erkalten lassen. Derweil für den Rührteig je 120 g weiche Butter und Zucker mit dem Mixer ca. 3 Min. rühren. 2 Eier nacheinander beifügen und weiterrühren, bis die Masse heller ist. 1 Prise Salz, 2 EL Zitronensaft und Abgeriebenes 1 Zitrone dazugeben. 150 g Mehl und 1 EL Backpulver mischen und zusammen mit 0.5 dl Rahm kurz unter die Masse rühren. Muffinblech mit 12 Papierförmchen bestücken. Teigmasse auf die Papierförmchen verteilen. Je 5-6 Apfelschnitze fächerartig leicht in den Teig drücken. In der Mitte des auf 180° C vorgeheizten Ofens ca. 25 Min. backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben. Quelle: Coopzeitung

Supplement: Die Apfelchüechli erinnern an Schmelzbrötchen, schmecken aber etwas zitroniger. Ob Aprikosen- oder Zwetschenschnitze, Rhabarberwürfel oder Meertrübeli, der einfache Rührteig trägt sie alle. Eine weitere raffinierte Variante sind Birnenchüechli mit Ingwer: dazu statt dem Zitronensaft 1 EL fein gehackter, kandierter Ingwer beifügen und die Chüechli mit ca. 300 g kurz in Zucker und Weisswein pochierten Birnenwürfeln belegen.

Linguine an Wurzelgemüsesugo

Linguine an Wurzelgemüsesugo10 g getrocknete Steinpilze in lauwarmen Wasser einweichen. 200 g Sellerie, 100 g Rüebli, 100 g Pastinaken, 1 kleine Zwiebel und die abgetropften Steinpilze in feine Würfelchen schneiden. Die Gemüse- und Steinpilzwürfelchen in einem guten Schuss Olivenöl anbraten. 1 El Tomatenpüree kurz mitbraten. Mit 1 dl Weisswein ablöschen. Einkochen lassen. 1 grosse Dose Pelati (800 g) hacken und zufügen. Mit Salz abschmecken. 1 Lorbeerblatt mitkochen. 1 Stunde köcheln lassen. 300 g Linguine al dente kochen und abgetropft mit dem Wurzelgemüsesugo mischen. Nach Bedarf etwas Pastawasser zugeben. Auf 4 Tellern verteilen.

Supplement: Die Wurzelgemüsemischung kann beliebig variiert werden: auch Pfälzerrüben oder Petersilienwurzel passen. Wer’s unkomplizierter mag, raffelt das Gemüse. Selbstverständlich kann Parmesan dazu serviert werden.

Basler Mehlsuppe

Basler Mehlsuppe60 g Mehl unter ständigem Rühren in einer weiten Pfanne ca. 20 Min. rösten, bis das Mehl milchkaffeebraun ist. Mehl auf einem Teller etwas abkühlen lassen. 30 g Butter andämpfen, Mehl wieder beigeben. 1 l Rindsbouillon dazugiessen, unter Rühren mit dem Schwingbesen aufkochen. 1 geschälte Zwiebel, 1 Lorbeerblatt und 1 dl Rotwein beigeben. Bei kleiner Hitze ca. 2.5 Std. köcheln. Zwiebel und Lorbeerblatt entfernen. Suppe durch ein Sieb passieren. Auf 4 Suppentassen verteilen. Mit geriebenem Greyerzerkäse servieren. Quelle: lamiacucina

Supplement: Als Nichtbaslerin ist mir die Basler Mehlsuppe aus Kindertagen als Päcklisuppe mit Gschwellti und viel Reibkäse noch gut in Erinnerung. Selbstgemacht schmeckt sie aber noch besser als die kindheitsverklärte Fertigsuppe. Intensive Röstaromen getragen durch die sämige Konsistenz schmecken auch an vielen anderen schönen Tagen als traditionell an der Fasnacht. Soul Food avant la lettre eben. Wissenswertes zur Basler Mehlsuppe weiss auch das Basler Online-Nachschlagewerk Basler Insider.