Tomatensuppe mit Ingwer und Zitronengras

Tomatensuppe mit Ingwer und Zitronengras2 gewürfelte Schalotten, 1 gehackte Knoblauchzehe, 1/2 fein geschnittene rote Chili, 1 1/2 gehackte Zitronengrasstengel und 20 g gehackter Ingwer in 1 EL Olivenöl andünsten. 1 kg sehr reife Tomaten würfeln. Tomaten und 3 dl Gemüsebouillon dazugeben. 30 Min. köcheln lassen. Durch ein Sieb passieren. Mit 1 Prise braunem Zucker, Sojasauce und etwas Limettensaft abschmecken. Suppe warm oder kalt in 4 Schalen anrichten. Quelle: Tanja Grandits

Supplement: Tomaten und Ingwer harmonieren auch andersweitig. Für ein schnelles Pastagericht für eine Person 1 TL fein gewürfelter Ingwer, 1 gehackte Frühlingszwiebel, 1/2 gehackte rote Chilischote (entkernt!) und 1/2 Knoblauchzehe in etwas Olivenöl andünsten. 1 Prise brauner Zucker und 2 Handvoll gewürfelte Tomätchen dazugeben. Dünsten, bis die Tomätchen heiss sind und schmelzen. Mit einem guten Schuss Sojasauce und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Mit 100 g Spaghettini mischen und auftischen.

Aprikosen-Tarte-Tatin

Aprikosen-Tarte-TatinBackofen auf 200° C vorheizen. 4 kleine (12-15 cm) gusseiserne Gratinformen mit Butter ausstreichen. Mit je 15 g Zucker betreuen. Gratinformen mit Zucker im Backofen caramelisieren lassen. 14 Aprikosen (ca. 500 g) halbieren und Kerne entfernen. In jede Gratinform 7 Aprikosenhälften mit der Schnittseite nach oben geben. Gratinformen erneut ca. 5 Min. in den Backofen geben, bis die Aprikosen weich sind. Gratinformen aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Derweil aus ca. 250 g Blätterteig 4 Rondellen, knapp grösser als die Gratinformen ausschneiden. Blätterteigrondellen locker über die Aprikosen legen. Teigrand sorgfältig zwischen Formen­rand und Aprikosen schieben. Teig mit einer Gabel dicht einstechen. Tartes in der Mitte des vorgeheizten Backofens bei 200° C ca. 30-35 Min. backen. 2 Min. ruhen lassen, auf Teller stürzen. Am besten lauwarm mit flaumig geschlagenem Rahm servieren. Quelle: Nigel Slater

Supplement: Es ist immer wieder verblüffend, wie wenig es braucht, aus einer ordinären Frucht etwas Besonderes machen. Auch im Wallis ist die Aprikose nicht nur Frucht. “Die Walliser Aprikose schlägt heute ein neues Kapitel seiner ‘Erfolgsstory’ auf” verkündete der Walliser Staatsrat Jean-Michel Cina bei seiner Ansprache zum Start der Aprikosensaison 2014 und pries das Steinobst auf Struktur-, Forschungs-, Qualitäts-, Umwelt-, Transparenz- und Vermarktungsebene. Welch’ Glück, dass die Aprikose mir Üsserschwizerin darüber hinaus auch auf kulinarischer Ebene zugänglich ist.


Broccoli-Blumenkohl-Kohlrabisalat

Broccoli-Blumenkohl-Kohlrabisalat2 Kohlrabi in Stifte schneiden. Zusammen mit je 400 g Broccoli und Blumenkohlröschen im Dämpfkörbchen knapp weich dämpfen. Aus 100 g Crème fraîche, 3 EL Zitronensaft und 1 gehäuftem TL Currypulver einer Sauce mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das noch warme Gemüse mit der Sauce mischen und vor dem Servieren mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Auf 4 Tellern verteilen. Mit Kohlrabiblättchen garnieren. Quelle: Annemarie Wildeisen’s KOCHEN

Supplement: Statt Curry passt grobkörniger Senf auch sehr gut. Für eine einfache Kohlrabisalat-Variante 2 Kohlrabi und 1 Apfel grob raffeln. Aus 100 g Crème fraîche, 1 TL grobkörnigem Senf und 2 EL Zitronensaft eine Sauce mischen. Mit dem Kohlrabi und dem Apfel mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gefrorenes Joghurt

Gefrorenes Joghurt500 g Vollmilchjogurt in ein mit einer Gazewindel ausgelegtes Sieb geben. Sieb in eine Schüssel hängen und mind. 3-4 Std. im Kühlschrank abtropfen lassen (ergibt etwa 250 g). 50 Puderzucker und das Mark von einer halben Vanilleschote dazugeben und mischen. 2 geschlagene Eiweiss darunter ziehen. In einer Glacémaschine gefrieren lassen. Gefrorenes Joghurt auf 4 Teller anrichten. Mit Honig und einigen gehackten Mandeln servieren. Quelle: Coopzeitung

Supplement: Frozen Yogurt gilt immer noch als Trendprodukt. Eine trügerische Sicherheit, konstatiert das “Wall Street Journal” und verweist auf das Schicksal des Cupcakes: “After years as a zeitgeisty dessert, cupcakes seem to be in decline”. Was für Food-Unternehmen eine bedenkenswerte Frage darstellt, kann unsereins kalt lassen. “Zeitgeisty” ist aber ein ganz reizendes Adjektiv, das ich mir gerne mit einer grossen Portion gefrorenem Joghurt auf der Zunge zergehen lasse.

Spaghetti mit Broccoli-Pistache-Pesto

Spaghetti mit Broccoli-Pistache-Pesto400 g Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen, abgiessen. Derweil 600 g Broccoli in kleine Röschen teilen und im Dämpfkörbchen weichdämpfen. Die Hälfte des Broccoli (hier können gut die Stengel verwendet werden) zusammen mit 140 g geriebenem Parmesan, 120 g grob gehackten Pistachenüssen (250 g gesalzene Pistachenüsse in der Schale), dem Abrieb und Saft von 1 Zitrone und 2 EL Olivenöl pürieren. Mit der Dämpfflüssigkeit zur gewünschten Konsistenz verlängern. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Spaghetti abtropfen, mit der Broccolipesto und den Broccoliröschen mischen. In 4 Tellern anrichten. Mit Parmesanspänen und gehackten Pistachenüssen betreuen. Servieren. Quelle: Rebekah Peppler

Supplement: Meist werden in Rezepten geschälte, ungesalzene Pistachenüsse empfohlen. Dabei sind die ordinären gesalzenen und gerösteten Apéro-Pistachenüsse in der Schale für viele Rezepte eine gute Alternative. Sie sind vielleicht nicht immer in Bio-Qualität, dafür aber billiger und in jedem Supermarkt erhältlich. Es braucht jeweils etwa die doppelte Menge Pistachenüsse in der Schale wie im Rezept angegeben.

Sehr Schnelle Schoggicrème

Magic Mousse 2 reife, gekühlte Bananen mit 2 EL ungesüsstem Kakaopulver und 2 EL Mandelmus im Mixer 1 Minute pürieren. Quelle: Green Kitchen Stories

Supplement: Schon Katharina Seisers Sambamousse geht schnell, diese Bananen-Kakaocrème geht aber noch schneller. Ein gutes, günstiges und gesundes Kinderdessert für jeden Tag. Mit Haselnussmus, Cashewmus, Erdnussbutter oder milder mit Mascarpone sind trotz weniger Zutaten erstaunlich vielfältige Varianten möglich.

Berner Züpfe

Berner Butterzopf 500 g Mehl (Weissmehl oder Zopfmehl) in eine Schüssel sieben. In der Mitte eine Mulde formen. 15 g Hefe mit 1 TL Zucker vermischen. Sobald sich die Hefe verflüssigt hat, mit 0.75 dl zimmerwarmer Milch mischen. Hefemilch in die Mehlmulde giessen. Mit Mehl vom Rand bedecken. Vorteig ca. 15 Min. aufgehen lassen. Anschliessend 2 gestr. TL (10 g) Salz, 60 g in Stücke geschnittene Butter, 2 dl zimmerwarme Milch und 1 Eigelb dazugeben. Den Teig auf dem Tisch 10 Min. gut kneten. Teig in die Schüssel zurückgeben. Mit Klarsichtfolie bedecken und ca. 1 Std. auf die doppelte Menge aufgehen lassen. Teig in zwei Stücke teilen. Zu ca. 65 cm langen Strangen formen. Eine Züpfe flechten. Züpfe auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 1 Ei mit je einer Prise Salz und Zucker mischen. Durch ein Sieb streichen. Züpfe mit dem Eimischung bepinseln. 10 Min. aufgehen lassen. Ein zweites Mal mit Ei bepinseln. Züpfe in den auf 230° C vorgeheizten Backofen schieben. Hitze auf 180° C reduzieren und ca. 30 Min. backen. Quelle: Berner Kochbuch (26. Aufl.), Zeno Felchlin

Supplement: “Neben den Käse stellte sie die mächtige Züpfe, das eigentümliche Berner Backwerk, geflochten wie die Zöpfe der Weiber, schön braun und gelb, aus dem feinsten Mehl, Eiern und Butter gebacken, groß wie ein jähriges und fast ebenso schwer; und oben und unten pflanzte sie noch zwei Teller. Hochaufgetürmt lagen auf denselben die appetitlichen Küchlein, Habküchlein auf dem einen, Eierküchlein auf dem andern. Heiße, dicke Nidel stund in schön geblümten Hafen zugedeckt auf dem Ofen, und in der dreibeinigen, glänzenden Kanne mit gelbem Deckel kochte der Kaffee. So harrte auf die erwarteten Gevatterleute ein Frühstück, wie es Fürsten selten haben und keine Bauren auf der Welt als die Berner.” Was vor mehr als 170 Jahren vom Emmentaler Schriftsteller Jeremias Gotthelf in “Die schwarze Spinne” so üppig beschrieben wurde, ist auch heute zum Sonntagszmorge nicht verkehrt.