Roggenbrötli

100 g Zucker mit 2 EL Wasser aufkochen. 140 g Nüsse (je 70 g Mandeln und Haselnüsse) dazu geben. Nüsse im Zucker caramelisieren lassen. Nuss-Zuckermasse auf ein Backpapier geben und erkalten lassen. Nusskrokant nach dem Erkalten in Stücke brechen und in der Küchenmaschine fein mahlen. 3 Eiweiss mit 1 Prise Salz steif schlagen. Nacheinander 250 g Zucker, 250 g gemahlene Nüsse (130 g Baumnüsse, je 60 g Mandeln und Haselnüsse), 240 g gemahlenes Nusskrokant und 50 g Mehl dazu geben und zusammenfügen. Masse für mindestens 1 Std. kühlstellen (der Teig ist eher feucht, die Verarbeitung gelingt bei kaltem Teig besser). Zwischen den Handballen kleinfingerdicke und -lange Brötchen formen. Auf ein Blech setzen und je 3 mal 1 mm tief einschneiden (vor dem Einschneiden allenfalls noch einmal kühlstellen). Roggenbrötli im vorgeheizten Backofen bei 180° C hellbrauch backen (8-10 Min.). Die Brötli sollten noch leicht weich sein. Quelle: Anna Huber

Supplement: Für Mailänderli, Brunsli oder Spitzbuben ist das lange vergriffene und nun neu aufgelegte Backbuch Guetzle mit Betty Bossi von 1978 meine erste und oft einzige Wahl. Alle klassischen Schweizer Weihnachtsguetzlirezepte und einige damals noch kaum bekannte Gebäcke wie etwa Brownies sind in diesem Guetzlibuch-Klassiker gelingsicher zusammengestellt.

Neben den Klassikern entdeckt man in der Weihnachtszeit bei Freunden und Verwandten immer wieder Neues. Wie etwa die Roggenbrötli, ein Familienrezept aus dem Thurgau. Gebacken werden sie von der Schwester meines Schwagers. In den letzten vier Generationen wurde das Rezept jeweils mütterlicherseits weitergegeben. Die Urgrossmutter hat sie wohl zum ersten Mal gebacken. Anna Huber, so hiess sie, wuchs in Altbuch bei Hohentannen in der Nähe von Bischofszell auf. Das Rezept scheint regional nicht weiter verbreitet zu sein. Der Familie sind keine vergleichbaren Rezepte bekannt.

Im Originalrezept wurden wohl nur Haselnüsse verwendet. Da aber auf dem Hof der Grossmutter in Mattwil ein Nussbaum wuchs, wurden später auch Baumnüsse verwendet. Ich habe nun zu gleichen Teilen Haselnüsse, Baumnüsse und Mandeln verarbeitet. Entgegen dem Namen ist in den Roggenbrötli kein Roggenmehl enthalten, der Name bezieht sich wohl auf Form und Farbe dieser Nussguetzli.

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