Birnen in Caramelrahm

4 Birnen schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. In einer nicht zu kleinen Pfanne 4 EL Zucker mit 1 TL Wasser ohne Rühren aufkochen. Hitze reduzieren und köcheln, bis ein hellbrauner Caramel entsteht. 2 EL Wasser und 2 EL Williams mischen und den Caramel damit ablöschen. 2,5 dl Rahm beifügen. Auf kleiner Stufe köcheln lassen, bis sich der Caramel vollständig aufgelöst hat. Die Birnenhälften hineinlegen und knapp weich kochen. Noch heiss oder auch kalt servieren. Quelle: Annemarie Wildeisen (Meyers Modeblatt 7/88)

Supplement: Kürzlich habe ich einige Jahrgänge (1988 bis 1995) der Schweizer Frauenzeitschrift „Meyers Modeblatt“ gefunden. Gegründet wurde die Modezeitschrift 1924 als „Meyers Schweizer Frauen- und Modeblatt“. 2002 wurde die Zeitschrift eingestellt. Die Kochseiten im „Meyers Modeblatt“ betreute auch die Köchin und Kochbuchautorin Annemarie Wildeisen. Ihre ersten Kochbücher „Was koche ich heute?“ und «Was koche ich morgen?» entstanden aus dieser Zusammenarbeit. Das Rezept für Birnen in Caramelrahm stammt ebenfalls von ihr.

Nicht nur die Mode, auch die Rezepte sind stark vom Zeitgeist geprägt. Die fällt beim chronologischen Durchblättern der Rezepteseiten einer Zeitschrift viel stärker auf als bei der Kochbuchlektüre. Während Annemarie Wildeisen zu beginn vorallem heimische Gerichte auftischte, empfahl sie später öfter auch Rezepte über den helvetischen Tellerrand hinaus. Dies zeigte sich auch bei den Zutaten: Statt Formaggini aus dem Tessin gab es dann öfter griechischen Feta. Frische Kräuter – ausser Petersilie und Schnittlauch – wurden zunächst kaum verwendet. Mit Petersilie war immer die krause Variante gemeint, erst später mit italienischen Rezepten fand auch die glattblättrige Petersilie Einzug. Die Rubrik „Das Mikrowellen-Rezept“ verschwand 1989, auch die Rezepte für Süssstoff und Süsspulver fand ich beim Durchblättern immer seltener. Gefunden habe ich aber 1990 den Vanillezucker. Annemarie Wildeisen preist in einem Rezept für Apfelkuchen aus der Normandie dieses neue Produkt, das „nicht synthetisch, sondern aus echten Vanillestengeln hergestellt wird. Es ist zwar teuer [als der bis anhin verwendete Vanillinzucker], doch lohnt sich diese Ausgabe, ist doch natürliche Vanille harmonischer im Aroma“.

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