Gefüllte Peperoni

4 Spitzpeperoni halbieren, entkernen, weisse Scheidewände entfernen und in eine Gratinform legen. Für die Füllung 200 g Feta mit der Gabel fein zerdrücken. 1 Peperoncino halbieren, entkernen und fein hacken. 100 g Crème fraîche, 2 Eier und 2-3 EL frische Oreganoblättchen dazu geben. Alles gut mischen, mit Salz und frisch geriebenem schwarzem Pfeffer abschmecken. Die Füllung in die Peperonihälften füllen. 25-30 Min. im auf 200° C vorgeheizten Backofen backen. Warm als einfaches Zmittag mit frischem Baguette auftischen. Statt vier grossen 20 Baby-Peperoni (ca. 500 g) verwenden und lauwarm oder kalt zum Apèro servieren. Quelle: Annemarie Wildeisens KOCHEN

Supplement: Peperoni kennt man in Deutschland so nicht. Was bei uns Peperoni heisst, ist in Deutschland eine Paprika. Woher diese unterschiedlichen Namen kommen, erklärt die Redaktorin Anne-Käthi Zweidler in der SRF-Sendung «Mailbox» folgendermassen: Die ersten, die in der Schweiz Peperoni kochten, waren Italienerinnen. Ihre Männer, Söhne oder Brüder haben Eisenbahntunnel durch die Alpen und durch den Jura gebaut und viele Frauen sind dabei nicht etwa in Italien geblieben, sondern sind mit ihnen in die Fremde. Da in der Schweiz haben sie mit einfachsten Mitteln probiert, diese Mineure mit Essen zu versorgen, so wie sie es von zu Hause gewohnt waren. Diese Frauen haben in Baracken und Kellern der Tunnelarbeiterdörfer gekocht, sie haben also Kantinen geführt. „Cantina“ heisst ja Keller auf italienisch. Und sie haben italienische Kräuter und Gemüse angepflanzt, wenn sie irgendwo eine geschützte Gartenecke gefunden haben. Das war vor rund hundert, hundertfünfzig Jahren. Die Schweizer wollten von diesen italienischen Gemüsen zuerst lange nichts wissen. Als sie aber später selber nach Italien in die Ferien gereist sind, ist italienisches Essen immer beliebter geworden. Darum tragen in der Schweiz die grossen und milden Pfefferschoten den italienischen Namen «Peperoni». In Deutschland und Österreich ist das Gemüse auf einem ganz anderen Weg populär geworden: Dort ist es über die ungarische Küche eingewandert unter dem Begriff «Paprika».

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