Griessgnocchi (Gnocchi alla romana)

1 l Milch mit 2 EL Butter (30 g), 1 Prise Salz und etwas geriebener Muskatnuss erhitzen. Kurz bevor die Milch zu kochen beginnt, 200 g Griess unter Rühren mit dem Schwingbesen einrühren und zu einem dicken Brei köcheln. Die Pfanne vom Herd nehmen und 100 g geriebenen Parmesan und 2 Eigelb (oder 1 verklopftes Ei) unter den Griessbrei rühren. Der Brei in zwei Hälften auf je ein Backpapier verteilen und mit Hilfe des Backpapiers zu Rollen von ca. 5 cm Durchmessen formen. Auskühlen lassen. Gratinform ausbuttern. Gnocchirollen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und ziegelartig in die Gratinform schichten. 70 g Butter schmelzen und über die Gnocchi verteilen. Mit 40 g geriebenem Pecorino oder Parmesan bestreuen. In der Mitte des auf 200° C vorgeheizten Backofen etwa 20-25 Min. goldbraun überbacken. Die Griessgnocchi schmecken als Beilage, mit einer einfachen Tomatensauce oder zusammen mit Salat sehr fein. Quelle: Giallo Zafferano, Maja Brunner, Betty Bossi, Alessandra Dorigato

Supplement: Gnocchi alla romana sind keine leichte Kost. Dank einer grosszügigen Portion Parmesan und Butter schmecken die überbackenen Griessschnittchen aber wunderbar. Und dass mit Butter nicht zu sparen sei, beschrieb der Zürcher Koch und Autor Peter Brunner sehr hübsch in einer Episode in seiner Kochkolumne «Hier kocht der Chef» im Tages-Anzeiger [17.Juni 2009]: In einem seiner Kochkurse seien Griessgnocchi auf dem Programm gestanden. Statt der vorgesehenen 50 Gramm Butter habe nun ein Teilnehmer gleich 500 Gramm verwendet. Überraschenderweise habe das Rezept trotzdem funktioniert und beim anschliessenden Essen sei die Tafelrunde ob dieser saftigen Gnocchi ganz hingerissen gewesen. Nicht minder überrascht waren die Kursteilnehmer und -teilnehmerinnen dann, als der Gnocchikoch ihnen auf vielfachen Wunsch seinen Butterverbrauch verriet. Auf diesen Vorfall hin hat Peter Brunner in seiner Küche im Restaurant Kaiser’s Reblaube in Zürich ein neues Gnocchirezept eingeführt: Seine Gnocchi wurden seither zwar nicht mit der zehnfachen, aber zumindest mit der fünffachen Buttermenge zubereitet.

 

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