Osterfladen

Für den Teig 200 g Mehl mit 100 g in Stücke geschnittener Butter krümelig reiben. 1 Ei, 1 Prise Salz und 1 EL Zucker dazu geben. Zu einem Teig zusammenfügen. 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen. Teig halbieren und je eine Hälfte zwischen zwei Backpapieren rund ausrollen (20-22 cm ø). Zwei 18-20 cm grosse Kuchenbleche mit je einem Teigblatt belegen. Überstehender Teig abschneiden, Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen. Kalt stellen. Für die Füllung 180 g Reis (Vialone oder anderer Milchreis) mit 2 dl Wasser aufkochen. 6 dl Milch beifügen und auf kleinster Stufe 1 Std. garen, bis alle Flüssigkeit aufgesogen ist. Mit 1 Prise Salz und 1 EL Zucker abschmecken. Erkalten lassen. 100 g geriebener Marzipan (geht am besten tiefgekühlt mit einer Röstiraffel), 50 g Butter, 40 g Zucker, 1 TL abgeriebene Zitronenschale, 2 Eigelb und 1 EL Wasser zu einer homogenen Creme rühren. Reis unter die Eimasse mischen. 1,4 dl Rahm steif schlagen. 2 Eiweiss steif schlagen. Zuerst den Rahm, dann das geschlagene Eiweiss darunterziehen. Je 25 g Weinbeeren (oder in Würfel geschnittene kandierte Orangenschalen) auf die vorbereiteten Kuchenbleche streuen. Füllung darauf verteilen. In der Mitte des auf 180° C vorgeheizten Backofens ca. 30 Min. backen. Erkalten lassen. Mit Puderzucker bestäuben (Osterhasen-Schablone verwenden). Die Menge reicht entweder für zwei kleine (18-20 cm) oder 1 grossen (28 cm) Osterfladen. Quelle: Hiltl

Supplement: Reis oder Griess, mit Weinbeeren oder ohne: beim Osterfladen scheiden sich die Geister. Das Angebot im Detailhandel lässt vermuten, dass der Griessfladen mit Weinbeeren der weitaus beliebteste ist, gefolgt vom Griessfladen ohne Weinbeeren. Osterfladen mit Reis sucht man auch beim Bäcker oft erfolglos. Diesem Trend zum Trotz backe ich ihn gerne mit Reis, die Griessmasse ist mir meist zu homogen. Gemäss dem Inventar des kulinarischen Erbes der Schweiz war der Osterfladen früher vor allem in Basel verbreitet. Ein „dorten oder fladen von reiss“ wurde in der Rezeptsammlung der Baslerin Anna Wecker 1581 erstmals erwähnt. Spätestens im 19. Jahrhundert gehörte das süsse Gebäck zum Inventar in Basler Kochbüchern. Das Rezept für einen Basler Osterfladen mit Griessfüllung müsste man schon nur aus historischem Interesse ausprobieren. Ob die besten Osterfladen mit Reis oder mit Griess gebacken werden, ist Geschmackssache. Die Schweizer Kochbuchautorin Marianne Kaltenbach schreibt dazu in ihrem Klassiker Aus Schweizer Küchen: „Alle sind gut, und bei jedem bedauert man, dass es ihn nur an Ostern gibt.“

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